EFT–klopfBLOG: Woran hältst Du Dich fest?

Titelbild EFTklopfBLOG

Manche Pflanzen brauchen Halt. Kletterpflanzen zum Beispiel. Sobald sie etwas finden, an das sie sich klammern können, tun sie es. Sie sind so „konstruiert“.

Kletterpflanze an Hauswand

Sie wachsen an allem hoch.

Durch Sträucher und Baumkronen hindurch

und am Boden entlang

– wo auch immer sie Halt finden, nutzen sie ihn.

Manche brauche etwas, um das sie sich ringeln und manche haben so etwas ähnliches wie Saugnäpfe, mit denen sie sich auch an relativ glatten Untergründen festhalten können.

Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie nicht die Wahl haben.

Sie können nicht plötzlich sagen: „Ich möchte mich nicht mehr festhalten. Ich möchte aus mir heraus selber stehen können. Ich entwickle jetzt einen stabilen Stengel und dann bin ich „unabHÄNGig“ und „eigenSTÄNDig“.“

Wie ist das nun mit uns Menschen? Sind wir auch so konstruiert?

Damit meine ich nicht die Knochen und Muskeln, Sehnen und Bänder. Damit meine ich unseren Mut, unser Können, unseren Selbstwert, unsere Selbstachtung, unser Business, unsere Pläne, unsere Beziehungen und ähnliches.

Kletterpflanze

Können wir uns alleine halten, wenn wir wachsen? Uns alleine Aufrichten, wenn wir gefallen sind?

Oder halten wir uns an anderen/anderem fest? An der Familie, der Freundin, dem Job, dem Partner, der Arbeit, dem Essen oder dem Leid?

Brauchen wir Unterstützung, um weiter zu gehen? Muss uns jemand aufbauen oder schaffen wir das alleine?

Manche tun sich leicht, aus eigener Kraft durchs Leben zu gehen. Andere lieben das Team, mit dem sie ihre Projekte gemeinsam angehen können. Manche sind glücklich, wenn alles bleibt wie es ist. Andere lieben es, neue Erfahrungen zu machen. Jeder ist anders. Und das ist gut so.

Wie ist es mit Dir? Wozu gehörst Du? Fühlst Du Dich wohl mit Deiner Art des Festhaltens?

Solange Du Dich mit Deinem so-Sein wohl fühlst, ist alles perfekt.

Doch was ist, wenn Du mit Deiner Situation eigentlich nicht zufrieden bist und doch daran festhältst?

von Efeu umrankter weißer Figur

Wenn Du das Gefühl hast, ohne einen bestimmten Menschen nicht leben zu können? Wenn Du glaubst, ohne den Job, den Du gerade hast, findest Du nie wieder einen neuen? Ohne Deine geliebte Tüte Chips/Tafel Schokolade am Abend, vergehst Du vor Einsamkeit? Was, wenn Du die Freundin, die Familie, die Kollegen brauchst, um ins Kino zu gehen, Sport zu machen, Projekte zu starten oder in den Urlaub zu fahren? Was ist, wenn Du so richtig fixiert bist auf Dinge, Personen, Situationen?

Und was, wenn ihr euch gegenseitig nicht beflügelt sondern blockiert?

In vielen dieser Fälle, rate ich Dir, es mal mit EFT zu versuchen. EFT wirkt oft Wunder. Manchmal sofort, manchmal muss man ein bisschen „dran“ bleiben. Probier’ es aus. Du kannst nur gewinnen. Ich gebe Dir hier ein paar Sätze für Klopfrunden und los geht’s. Nach diesem Schema kannst Du dann einfach alleine weitermachen.

Solltest Du Fragen zu oder Probleme mit EFT haben, schreib mir gerne an office@klopf-an.at

Die folgenden Klopfvorschläge und Sätze sind ausschließlich in eigener Verantwortung durchzuführen.

Bei der Anwendung ist es gleichwertig, ob Du die Punkte auf der rechten oder linken Körperseite klopfst. Du kannst auch mit beiden Händen die Punkte auf beide Seiten klopfen (siehe Schlüsselbein-Punkt). Ebenso ist es möglich zu wechseln.

EFT – Klopfrunde

Stimme Dich auf Dein Problem ein (hier im Beispiel nehmen wir das Klammern an eine andere Person) und bemerke, wo in Deinem Körper Du dieses „festhalten an anderen“ spürst.

Oder versuche Dir das Gegenteil vorzustellen: Du bist plötzlich auf Dich alleine gestellt… Welche Emotion taucht auf und wo spürst Du sie.

Klopfe den Handkanten-Punkt dauerhaft sanft und spreche folgende Sätze:

Handkanten-Punkt

HK:

Auch wenn ich so an ________(Name)____  festhalte und das im ____(Körperregion)________  spüre, bin ich vollkommen in Ordnung.

HK:

Auch wenn ich mich ohne _____(Name)________ nichts traue und dieses „Klammern“ im _____(Körperregion)_______ spüre, bin ich total okay.

HK:

Auch wenn ich glaube, auf _____(Name)_______ angewiesen zu sein, und das im ____(Körperregion)_______ spüre, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Klopfe nun sanft mit zwei, drei Fingerkuppen folgende Punkte und spreche dazu laut folgende Sätze:

Augenbraue Innen

AI:

Ich hänge so an _____(Name)_______  und spüre das im ______(Körperregion)_______.
Ich traue mich nichts zu machen ohne ______(Name)________.
Augenbraue Außen

AA:

Ohne ______(Name)_______ gehe ich nicht aus dem Haus. Keine Unternehmungen, keinen Sport, keine Projekte.
Punkt unter dem Auge

AU:

Grad mal einkaufen… Aber nur Lebensmittel. Bei Kleidung muss _____(Name)_______ schon wieder mit. Dieses Gefühl im _____(Körperregion)_______, wenn ich mir vorstelle,  es ohne ______(Name)______ machen zu müssen.
Punkt unter der Nase

UN:

Ich brauche ______(Name)______ um mich wohl zu fühlen. Alleine fühle ich mich so unsicher.
Punkt unter dem Mund (Kinngrübchen)

KG:

Mit ______(Name)______ ist alles so einfach. So leicht. Ich hab jemanden zum Festhalten…
Schlüsselbein-Punkte

SB:

Ohne _____(Name)_______ fühle ich mich so hilflos. Irgendwie nicht vollwertig. Und das spüre ich in ______(Körperregion) _______.
Punkt unter dem Arm

UA:

Die Anwesenheit von _____(Name)_______ gibt mir die Berechtigung Dinge zu tun und Entscheidungen zu treffen.
Kronen-Punkt

KP:

Ich fühle mich bestätigt, wenn _____(Name)_______ dabei ist, mir seine/ihre Meinung sagt, mir gut zuredet… Alleine weiß ich gar nicht, was ich machen soll. Und das spüre ich im  _____(Körperregion)________.

Tief ein- und ausatmen!!!

Klopfe weiter sanft mit zwei, drei Fingerkuppen folgende Punkte und spreche dazu laut folgende Sätze:

AI:

Ich hänge so an _____(Name)_______. Irgendwie ist sie/er mir Stütze. ______(Name)_______gibt mir Sicherheit.

AA:

Alleine ist wie „in der Luft hängen“. Am liebsten wäre ich gar nicht da. Es fühlt sich so an, alles wenn mich alle ansehen… Alleine die Vorstellung spüre ich als ______(Druck, Ziehen…)______ im _____(Körperregion)_______.

AU:

Wenn ich mit _____(Name)_______ unterwegs bin, sehen alle ______(Name)______ an und ich kann mich prima dahinter verstecken.

UN:

Ich muss dann auch nicht reden. Das macht _______(Name)_____ dann schon. Das ist wunderbar. Davon hab ich eine ganze Menge Vorteile. Ich muss mich nicht zeigen, keine Meinung vertreten, nicht diskutieren, mache mich nicht unbeliebt…

KG:

Wenn ich mir das so betrachte, bin ich daneben zwar sicher, aber irgendwie auch ein „Nichts“. Namenlos. Gesichtslos. Unscheinbar. Will ich das so?

SB:

Ich hätte vielleicht doch dies oder das zu sagen, aber meistens hört mir nach zwei Halbsätzen eh keiner mehr zu. Da fühlt es sich viel besser an, ______(Name)______ reden zu lassen.

UA:

Und doch… hier und da merke ich, dass mir das auf Dauer zu wenig ist. Dass ich auch mal was anderes machen möchte als _____(Name)_______ Wenn ich mich so anklammere und so abhängig mache, werden natürlich auch selten meine Wünsche gehört oder umgesetzt.

KP:

Dadurch muss immer ich mich anpassen. Das ist auch nicht lustig. Manchmal kommt es mir vor, als sei ich nur ein Schatten von _____(Name)_______ Vielleicht sogar nur ein Schatten meines Selbst…

Tief ein- und ausatmen!!!

Klopfe weiter sanft mit zwei, drei Fingerkuppen folgende Punkte und spreche dazu laut folgende Sätze:

AI:

Hm, ein Schatten meines Selbst…! Wie klingt das denn…? Reicht mir das für mein Leben?

AA:

Und jedes Mal wenn ______(Name)______ keine Zeit hat oder nicht da ist, ist mir total langweilig und ich weiß nichts mit meiner Zeit anzufangen. Dann renne ich durch die Wohnung und ______(esse alles, was mir in die Quere kommt)_______, nur um diese Einsamkeit auszuhalten… Dieses innerliche Nichts…

AU:

Oder ich _______(verbringe den ganzen Tag im Bett oder vorm Fernseher)_______, um meine Einsamkeit nicht spüren zu müssen… Das ist ja ab und zu ganz lustig, aber auf Dauer?

UN:

Kann das schon alles sein? Gibt es da nicht noch mehr Möglichkeiten? Ich bin dann so unzufrieden mit mir selbst, dass ich mich selbst nicht aushalte… Dabei wäre ich gerne so entspannt und eigenständig und vor allem auch so mutig wie ______(Name)______.

KG:

Ich hänge so an _____(Name)_______. Ich hänge so an _____(Name)_______.

SB:

Dieses Gefühl im ______(Körperregion)______. Dieses Gefühl im _______(Körperregion)______.

UA:

Ich probiere es mal mit einem kleinen Plan. Einer ganz kleinen Änderung. Ich probiere einen Entscheidungssatz. Wie wäre ich gerne, wenn ich alleine bin?

KP:

Ich spüre mal ganz gut in mich hinein… vielleicht kann ich etwas positives, erhellendes, stärkendes finden… (Z. B. „Auch wenn ich nicht gerne alleine bin, entscheide ich mich, tief durchzuatmen, mich aufzurichten und meine Schultern zu lockern.“)

Tief ein- und ausatmen!!!

Ein Glas Wasser trinken.

Spüre jetzt noch einmal in dich hinein, wie es Dir mit dem Anfangsgefühl geht. Wie geht es  Dir mit dem „Ich hänge so an ______(Name)______“? Was hat sich geändert? Was ist neues aufgetaucht?

Braucht es noch ein paar Klopf-Runden für die unangenehmen Gefühle mit der „Abhängigkeit“? Dann einfach neue Sätze bilden und weitere Runden klopfen, bis es leichter wird.

Schreibe, wenn Du magst, alles was auftaucht auf. Diese Notizen kannst Du vielleicht noch gebrauchen, auf Deinem Weg mit EFT zu mehr Eigenständigkeit.

Oder kann bei Dir sogar schon ein Entscheidungssatz entstehen?

Zum Beispiel: „Auch wenn ich hier wieder völlig unmotiviert rumhänge, weil ______(Name)______ keine Zeit hat, entscheide ich mich, mich dafür nicht auch noch fertig zu machen.“
Soweit für Heute. Ich hoffe, ich habe dich ein Stück begleiten können.

Wenn Du Lust habt, schreibt mir doch in die Kommentare, was bei Dir an Emotionen oder Entscheidungssätzen aufgetaucht ist. Auch wenn Du Fragen hast, kannst Du das gerne in die Kommentare schreiben. Ich freue mich darauf.
Alles Liebe

Anna

By |2017-02-14T11:33:18+00:0012. September, 2016|EFT|Kommentare deaktiviert für EFT–klopfBLOG: Woran hältst Du Dich fest?