Die Paleo Ernährung

Die Paleo-Ernährung lehnt sich an die Zeit der Jäger und Sammler an. Damit ist weniger die Art der Nahrungssuche gemeint, als sich vor Augen zu führen, was damals gegessen wurde, oder vielleicht noch eher, was damals sicher nicht gegessen wurde. Es geht darum, die Nahrungsmittel unverarbeitet und idealerweise auch unverpackt zu kaufen und sie sich dann selbst zuzubereiten.

In einem Supermarkt Lebensmittel zu kaufen, die keine Verpackung haben, ist gar nicht so einfach. Da bleiben fast nur Gemüse, Kräuter und Obst übrig, und wenn es eine Fleischtheke gibt, dann auch Fleisch. Und Eier. Wenn man nicht gerade die in der Plastik-Verpackung auswählt. Idealerweise ist alles Bio oder zumindest aus artgerechter Tierhaltung. Schaut man sich diese Auswahl an, ist man auch schon ganz nah dran, an den empfohlenen Lebensmitteln der Paleo-Ernährung. Hinzu kommen noch gute Fette, die auch durch die Verwertung des ganzen Tieres – Nose to Tail – zu sich genommen werden und kaltgepresste Öle, Nüsse, Samen und Gewürze.

Der Grund, warum die Paleo-Ernährung viele Anhänger findet, auch unabhängig von einer Gewichtsreduktion, ist folgender: Lebensmittelgruppen, mit denen statistisch die meisten Menschen Schwierigkeiten haben, werden konsequent ausgeschlossen. Diese sind Getreide, Milch und Hülsenfrüchte. Getreide wegen der Glutenunverträglichkeit, Milch wegen der Laktoseintoleranz und Hülsenfrüchte wegen des hohen Anteils an Phytinsäure und Lektinen. Wer keine Gewichtsprobleme hat, kann jede Art von Früchten und Trockenobst in die Ernährung einbauen und auch Honig und Ahornsirup sind Paleo-Konform.

Paleo gilt ansicht als Lebensstil. Er richtet auch in Punkto Bewegung und Schlaf einen Blick auf die Steinzeit, als man noch kein elektrisches Licht hatte und dem Tageslicht angepasst ins Bett ging und aufstand und sich seine Lebensmittel noch von weit her und zu Fuß besorgen musste. So soll man die letzte Stunde vor dem Schlafen gehen z.B. keine Bildschirmtätigkeit (blaues Licht) mehr machen und z.B. die Treppen statt den Lift nehmen.

Dieses ist nur eine sehr kurze Information zum großen Thema Paleo und im Internet finden sich Unmengen an Meinungen, was bei Paleo gegessen werden darf und was nicht. Wie bei jeder Ernährungsform gibt es Lebensmittel, wo sich die Geister scheiden. Auf Getreideprodukte und Hülsenfrüchte zu verzichten, darüber sind sich die meisten Paleo-Verfechter einig. Bei den Themen Milch und Honig gibt es jedoch unterschiedliche Meinungen und es kommt stark auf die Verträglichkeit an. Bei der Paleo-Ernährung kann man also zusammengefasst sagen, dass versucht wird, den Ausspruch von Hippokrates, „Deine Nahrungsmittel seien deine Heilmittel“ vollständig einzuhalten.

Was die Makronährstoff-Verteilung bei der Paleo-Ernährung betrifft, so sieht sie gemessen an den gegessenen Früchte- und Honig-Mengen sehr unterschiedlich aus. Ähnlich wie bei Low Carb kann man hier eine große Spannbreite der gegessenen Makronährstoffverteilung finden. Wonach man sich da richtet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Möchte jemand mit Paleo wegen einer Glutenunverträglichkeit beginnen, der aber keine Gewichtsprobleme hat, wird er anders essen, als jemand, der zwar keine Unverträglichkeiten hat, aber ein paar Kilos verlieren möchte. Ein Sportler, der seinen gesunden Lebensstil auch auf die Ernährung ausweiten möchte, wird Paleo anders umsetzen, als jemand, der einfach nicht mehr so viele Lebensmittelzusatzstoffe essen möchte.

Eine Eingrenzung der Makronährstoffverteilung, die Palio-Konform ist, habe ich bei www.paleo360.de gefunden:

„Die tägliche Energieaufnahme durch die drei Nährstoffe kann im Rahmen der Paleo Ernährung ca. zu 20-35% aus Kohlenhydraten, zu 50-65% aus Fett und zu 15-20% aus Protein bestehen – ist aber nicht in Stein gemeißelt.“ 1

Um ein Beispiel für ein Tagesmenü der Paleo-Ernährung zu veranschaulichen, habe ich mich auf eine Makronährstoffverteilung von 20% Kohlenhydraten, 65% Fett und 15% Eiweiß bei 1772 Kcal festgelegt.

1 https://www.paleo360.de/gesunde-ernaehrung/naehrstoffe-in-der-ernaehrung/

Anna Haker - Paleo Nährstoffverteilung