EFT statt Schokolade

Das Familienfest

Vor ein paar Wochen war ich mit meinen Kindern bei einem großen Familienfest.

Meine Schwägerin, Mutter dreier kleiner Kinder, interessierte sich für meine Arbeit mit EFT und wir zogen uns in die Küche zum Plaudern zurück. Plötzlich hörten wir ein schrilles Weinen aus dem Garten. Nach einem Bruchteil einer Sekunde war klar, da schreit mein jüngerer Sohn – acht Jahre alt.

Ich stürmte nach draußen, um mir einen Überblick zu verschaffen, war passiert war. Mit sich überschlagender Stimme schrie er, dass mein „Großer“ ihm einen Ball in den Bauch geschossen hat und er sich fast übergeben musste.

Großer und kleiner Bär

So nahm ich ihn in den Arm, brachte ihn zu einer etwas abseits stehenden Bank und setzte mich mit ihm dort hin. Nach ein paar beruhigenden Worten, fragte ich ihn, ob ich „seine Punkte“ klopfen solle. Er nickte und ich begann ganz sanft seine EFT-Punkte zu klopfen. Nach etwa zwei Klopf-Runden wurde seine Atmung wesentlich ruhiger und er entspannte sich sichtlich. Seine Stimme wurde wieder normal und er konnte mir ganz in Ruhe erzählen, war passiert war.

Die Nachbarin

Wir saßen ganz einvernehmlich beieinander und bekamen wenig von dem, was um uns herum geschah mit, als plötzlich die Nachbarin vor uns stand und zu meinem „Kleinen“ sagte: „Komm mit, ich geb‘ Dir ein Stück Schokolade, dann wird alles wieder gut…“.

Ich dachte, ich traue meinen Ohren nicht. Das eigentliche „Problem“ war schon lange vorbei. Wir saßen da in trauter Zweisamkeit und sprachen miteinander. Für alle außenstehenden musste eigentlich deutlich geworden sein, dass es nichts mehr gab, was „wieder gut werden musste.“ EFT hatte den „Schockzustand“ aus seinem Körper längst entfernt. Wozu brauchte es jetzt ein Stück Schokolade???

verschiedene Schokoladen-Rippen

So richtig aufgeregt hat es mich eigentlich nicht. Gewundert auch nicht. Kenne ich das Thema doch aus vielen Erzählungen meiner KlientInnen. Aber es machte mir wieder ganz deutlich, was da passiert. Das Kind lernt dadurch ganz schnell, mit einer Substanz, von außen zugefügt, „wird alles wieder gut“. Erst ist es Schokolade, dann Torte, später Bier, Wein, Zigaretten oder gar Tabletten oder Drogen. Gelernt wird: Emotionen kann man mit Substanzen regeln. Emotionen kann man „runterschlucken“.

Was das Kind dadurch nicht lernt, ist, wie es selbst mit seinen Emotionen fertig wird. Es lernt nicht, was es selbst dazu beitragen kann, denn „Schock“ aus seinem Körper zu bringen, damit er sich nicht „manifestiert“ in irgendwelche späteren Krankheiten oder Verhaltensmustern. Es lernt nicht, sein Energiesystem am fließen zu halten. Es lernt nicht, Themen emotional-energetisch abzuschließen.

EFT als Prävention

Würde jedes Kind von Geburt an lernen, dass es mit EFT seine Gefühle bewältigen kann, indem die Eltern z.B. EFT an sich und am Kind anwenden, würde vermutlich viel weniger Gefahr bestehen, dass es als Jugendliche oder Erwachsene in eine der vielen Süchte und Abhängigkeiten rutscht, die es in unserer Zivilisation so gibt.

Fantasie Steinhaus mit Türmen

Dabei geht es nicht darum, die Gefühle nicht haben zu dürfen und immerzu „klopfen“ zu müssen, wenn eine Emotion auftaucht. Es geht nur darum, das Energiesystem am fließen zu halten. Denn sobald es durch ein Erlebnis stockt, also blockiert, bauen sich auf dieser Blockade ganze Türme von Erfahrungsmustern, die man später teuer wieder abzubauen versucht.

Natürlich ist mein Sohn mitgegangen und kam stolz mit zwei Stücken Schokolade wieder zurück … Was für ein Glück, dass wir mit EFT die Emotionen schon gelöst hatten. So wird sein „System“ die positive Wirkung von EFT abspeichern.

Die Schokolade ist dann nur noch eine einfache Süßigkeit.

By |2017-02-14T11:33:18+00:0028. August, 2016|EFT, Ernährung|0 Comments

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