EFT, die Sonnenfinsternis und rückwärts einparken

EFT und das Problem

Oft werde ich gefragt: „Warum ist bei EFT dieser Einstiegssatz so wichtig? Und warum muss ich das Problem so in den Vordergrund stellen und mich trotzdem in Ordnung finden oder lieben oder was auch immer?“

Eines Tages sollte ich einen Vortrag zum Thema EFT halten und ich bereitete mich bestmöglich vor. Aber so richtig wollte sich der mich überzeugende Gedanke, für einen interessanten Vortrag, nicht einfinden. Um mich herum sprachen alle nur von der bevorstehenden Sonnenfinsternis und ich dachte immer: Was hat das eigentlich mit mir zu tun…

Nach einer Weile dachte ich mir: Gut, ich schau mir mal an, was eine Sonnenfinsternis eigentlich ist und suchte im Internet nach einer entsprechenden Erklärung. Dabei stieß ich auf dieses Bild und da war es mir sofort klar: Das ist die ideale bildliche Darstellung des Einstiegssatzes von EFT – und der Einstieg in den Vortrag stand fest.

Bild einer Sonnenfinsternis mit Kernschatten und Halbschatten

Was hat nun die Sonnenfinsternis damit zu tun?

Das Problem macht immer nur einen kleinen Teil von uns aus. Der Rest ist vollkommen in Ordnung.

Genau genommen bin ich insgesamt mit meinem Problem, vollkommen in Ordnung. Die Welt ist also, trotz des kleinen Kernschattens des Mondes und trotz des sich auf mein Umfeld auswirkenden Halbschattens, rund und ganz und schön und daseinsberechtigt.

Was meine ich damit:

Mal angenommen, die Erde steht für das ICH. Für die Person, die ich bin.

Plötzlich kommt ein Problem daher. Irgendein unangenehmes Ereignis, dass sich mir in den Weg stellt (der Mond). Und es entsteht für mich der Eindruck, alles wird finster.

Wenn ich nun im Kernschatten des Problems stehe, ist tatsächlich alles finster.
Ich sehe „kein Licht am Horizont“. Ich glaube, dass alles um mich herum von dem Problem verdeckt und vereinnahmt ist. Aus diesem Blickwinkel glaube ich, alle Menschen auf der Welt müssen mein Problem (die Sonnenfinsternis), sehen und als etwas schreckliches erleben.

Doch wenn ich mich nur ein Stückchen aus dem Kernschatten heraus bewege, gedanklich oder Örtlich – je nachdem –, wird es schon heller. Es ist noch nicht alles super. Auch dieser Bereich ist noch ein bisschen von meinem Problem überschattet oder betroffen, aber es ist hier schon weniger „bedrohlich“.

Und noch weiter weg, ist nicht mal eine Idee von Problem zu bemerken. Dort ist alles hell und klar und in Ordnung. In dem Fall zum Beispiel alles, was ich an Talenten und Fähigkeiten habe, alles was ich sonst noch so kann, meine Freunde, die schönen Erlebnisse, die Dinge, für die ich dankbar sein kann.

Der Satz: „Auch wenn ich das Problem/Thema habe, bin ich vollkommen in Ordnung.“ beschreibt für mich diesen Zusammenhang.

Außerhalb meines Problems oder Themas, bin ich (die Erde) also vollkommen in Ordnung. Und das ist ganz wichtig für die Kraft und die Zuversicht, die ich bauche, um mein Problem anzugehen. Ich besinne mich auf das, was ich schon alles gut gemacht habe und mit dieser Kraft, gehe ich das aktuelle Problem wesentlich zuversichtlicher an.

Im Zweifelsfall mit dem Satz: “ Auch wenn ich mir im Moment gar nicht vorstellen kann, dass ich dieses Problem jemals lösen werde, (weiß ich, dass ich schon ganz viele Probleme gelöst habe und) bin ich vollkommen in Ordnung, so wie ich bin.

Bild von Sonnenfinsternis im Bezug auf EFT

Und wie interpretiere ich das ganze drumherum?

Die Umlaufbahn der Erde könnte mein gelebtes Prinzip sein. Die ideale Umsetzung meiner Fähigkeiten – oder mein Lebensweg von der Zeugung bis zum Tod oder einmal durch alle Jahreszeiten oder wie auch immer Du Dir das vorstellen magst.

Die Umlaufbahn des Mondes könnten die Ereignisse sein, die mir begegnen. Das, was so an Problemen und Sorgen auf mich zukommt. Das, was einen gedanklich oder körperlich gerade total vereinnahmt (der Kernschatten) – Und wenn man ehrlich ist, ist man von schönen Dingen oft ähnlich eingenommen. Z.B. wenn man ein Kind bekommt, Heiratet, die Diplom-Prüfung geschafft hat, ein Haus baut, einen Urlaub plant – immer nimmt ein das Thema, was einen gerade beschäftigt, sehr stark ein und man ist in diesem Thema einigermaßen „gefangen“ und das Umfeld (der Halbschatten) gleich mit…

Die Sonne im Bild, könnte der Beobachter sein. Wenn ich mich in meiner Vorstellung etwas neben oder über mich stelle, habe ich einen besseren Überblick über die Situation. Ich sehe dann, dass es im Moment nur das eine Thema ist, was mir da gerade im Weg steht. Dass danach wieder freie Bahn kommt. Dass ich mir keine Sorgen machen muss im Bezug auf das große Ganze. Dass alles außerhalb des Kern- bzw. Halbschattens unversehrt ist. Dass alles gut werden kann, wenn ich dieses Thema gut bearbeite.

In jedem Fall habe ich durch dieses Bild, durch diesen Vergleich ein ganz klares Bild von dem zweiten Teil des Einstiegssatzes „… bin ich vollkommen in Ordnung.“ bekommen.

Was ist aber nun mit dem ersten Teil des Einstiegssatzes?

Rückwärts Einparken

Damit nun auch noch deutlich wird, warum ich bei EFT mich so auf das Problem fokussiere, verwende ich am liebsten das Bild es „rückwärts einparkens“.

Außenspiegel

Wenn ich rückwärts in eine Parklücke fahren möchte, dann tu ich gut daran, genau hin zu schauen. Dafür muss ich einiges beachten:

Traue ich mir zu, rückwärts einzuparken?
Darf ich dort parken?
Ist die Parklücke groß genug?
Stehe ich an der richtigen Stelle, um rückwärts hinein zu kommen?

Kann ich diese Punkte alle bejahen, dann sollte ich zum rückwärts Einparken außerdem noch genau hinschauen. Entweder über die Schulter oder durch den Rückspiegel, oder, wenn ich nicht nicht genug sehen kann, bitte ich jemanden mir seine Augen zu leihen und mich einzuweisen.

Sehe ich nun das Einparken stellvertretend für das Problem bei EFT, dann hilft mir das genaue Hinschauen, es zu lösen. Wenn ich also einparken möchte und ich schaue nicht, wird es vermutlich scheppern. Habe ich aber den Mut, das Problem anzunehmen, es zu akzeptieren, es genau zu betrachten, dann schaffe ich es vielleicht sogar in eine kleine Parklücke, die ich mir sonst gar nicht zugetraut hätte. Oder ich schaffe es mit Hilfe anderer, weil ich das Gefühl habe, über die Spiegel kann ich die Entfernungen nicht gut genug einschätzen. Ich gehe das einparken (das Problem) dann also mit Inanspruchnahme fremder Hilfe an. Und dem-/derjenigen, der mir beim einparken helfen soll, erzähle ich dann ja auch nicht „einen vom Wetter“, sondern ich sage: „Ich möchte in diese Parklücke, traue mich aber nicht, bitte hilf mir.“ Ich bin mir also meines Problems (Auch wenn ich das Problem habe…) sehr bewußt und traue es mir zu (bin ich vollkommen in Ordnung), es zu lösen.

Ja, und so ist es auch mit EFT. Ich weiß um mein Problem oder Thema, ich spüre genau hinein und ich klopfe.

Alles verstanden? Wenn nicht, schreib Deine Fragen gerne in die Kommentare oder mir eine eMail an office@klopf-an.at.

Alles Liebe
Anna

By |2017-02-14T11:33:18+00:0029. Oktober, 2016|EFT|0 Comments

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