Anna In fragt sich: Wieviele Blogs braucht die Welt?

Anna In – Wieviele Blogs braucht die Welt?

Weißt Du, was ich mich immer wieder frage?

Wieviele Blogs braucht die Welt? Wieviele einzelne Artikel? Wieviele Newsletter? Wieviele Bücher? Und, genau genommen, wieviele neue Dinge, egal welcher Art?

Manchmal wird mir alles, was so in meinen eMail-Postkasten flattert zu viel und wenn ich ehrlich bin, drücke ich bei den meisten Mails auf den Papierkorb, ehe ich sie überhaupt gelesen habe.

Blog-Baum

Ganz besonders arg sind die Damen und Herren, die pro Woche 3-5 Blog-Artikel oder Newsletter verschicken. Inzwischen abwechselnd auch noch Podcasts und Videos. Warum tun die das? Weil’s ja so modern ist? Weil’s in dem letzten kostenlosen Webinar so empfohlen wurde und der oder diejenige inzwischen ihr Leben am Strand verbringt und davon lebt, anderen den eMail-Postkasten vollzuknallen? Oder weil sie wirklich so viel zu sagen haben?

Die Möglichkeiten, die Termine, die noch zu lesenden Bücher und Newsletter stapeln sich und man weiß gar nicht, wo man beginnen und wie man das alles schaffen soll. Alles ist hoch interessant und doch… alles geht sich zeitlich nicht aus. Warum soll also ausgerechnet ich dann noch ein Buch schreiben, einen Blog beginnen, ein Rezept entwickeln?

Ordnersymbol gefüllt mit Fotos

Auf meinem Laptop habe ich oft 12-15 Reiter offen mit Dingen, die ich unbedingt noch lesen will, backen will, schauen will. Jedes einzelne Thema interessiert mich und doch bin ich manchmal froh, wenn der Rechner abstürzt und einfach alles weg ist. Die Reiter sind dann plötzlich alle geschlossen und – ehrlich gesagt – habe ich danach oft das Gefühl, dass ich genau gar nichts verpasst habe und mir genau nichts abgegangen ist, wenn ich diese ganzen Dinge dann doch nicht mehr gelesen, gebacken, geschaut habe…

Warum also noch mehr davon?

Tja. Eines Tages kommt da plötzlich ein Facebooklink dahergeflattert, von einer mir völlig unbekannten Dame aus Bonn, mit einer Rezension zu meinem kürzlich erschienenen Buch. Der erste Satz lautete:

Manche Dinge sind so wunderbar, dass ich mich nur darüber freuen kann, dass jemand sie schon erschaffen hat, …“

 

Und plötzlich sind alle Zweifel erloschen und es ist mir ganz klar:

Jeder Satz, jedes Wort, jeder Artikel lohnt zu Papier gebracht zu werden, denn er hat die Möglichkeit, eine Seele im Innersten so tief anzurühren, wie mein Buch diese Frau.

 

Und das rechtfertigt meiner Meinung nach dieses „noch mehr davon“.

Dankbarkeit für die Liebe in mir und um mich herum

Was bleibt, ist eine riesengroße Dankbarkeit ans Leben und an das, was mir die Idee eingehaucht, die Kraft gegeben und die Umsetzung ermöglicht hat.

In diesem Sinne schreibe ich weiter fröhlich meine Infomails, meine Blog-Artikel und vielleicht irgendwann auch wieder ein Buch. Und ich freue mich darüber sehr, denn es gibt mir Kraft und Mut und innere Ausgeglichenheit.

Auf diesem Weg möchte ich Dir also danken, dass Du bis hierher gelesen hast. Und wenn Dich die ganze Rezension interessiert, so findest Du sie hier.

Und die Newsletter, die einen immer auch ein bisschen nerven – kann man einfach abbestellen. Newsletter sind ja auch eher so etwas wie Lebensabschnittsbegleiter. Findest Du nicht auch?

Schreib Deine Erfahrungen mit Newslettern, Blog-Artikeln, Videos und Podcasts doch einfach in die Kommentare, wenn Du magst.

Ich freue mich.
Deine Anna In

By |2017-02-14T11:33:18+00:0011. November, 2016|Anna In, EFT|2 Comments

2 Comments

  1. Angela 29. November 2019 at 9:55 - Reply

    Liebe Anna,
    trotz Informationsflut…. durch deinen Kommentar bei mir, bin ich auf dich aufmerksam geworden.
    Mir geht es genau so, wie du es beschreibst. Ich frage mich oft, ob Lesen gerade zum Luxus wird. Denn es geht ja nicht nur um Blogs und dessen Artikel, die man unbedingt lesen möchte. Sondern auch um in Ruhe die Zeitung zu lesen. Früher ist es mir gelungen, heute jedoch stelle ich fest, dass ich dafür gar keine Zeit mehr habe. Es mag durchaus an der Informationsflut liegen… Onlineartikel DER SPIEGEL gelesen, ah, der Artikel in DER ZEIT, den muss ich auch noch lesen…ping… ein Blogartikel wurde veröffentlicht – da auch mal reinschauen… dann habe ich ja noch ein paar Reiter auf meinem PC geöffnet, die ich unbedingt lesen wollte. Und schon sind wieder zwei Stunden vergangen. Oups, jetzt aber schnell, ich muss mich noch anziehen, arbeiten, Hunde spazieren gehen, Haus sauber machen, Einkauf erledigen, Essen kochen… ach ja und ich will heute unbedingt noch meinen Blogartikel schreiben. Schwups, dunkel, 22 Uhr und der Tag ist zu Ende. Und das Programm habe ich jeden Tag. Irgendwie fehlt mir erheblich Zeit.

    • Anna Haker 29. November 2019 at 10:57 - Reply

      Liebe Angela,
      ja, genau so ist es. Es fehlt erheblich an Zeit und doch verstehe ich nicht warum, denn ich habe früher Tonnenweise Bücher verschlungen und hatte dafür auch irgendwie die Zeit. Okay, das war bevor ich ein Handy, zwei Kinder, einen Mann und einen Hund hatte… Und ich denke, das ist es vielleicht: Man vergleicht Dinge mit Zeiten, als die Bedingungen eben noch andere waren und die sich deshalb eben eigentlich nicht vergleichen lassen.
      Schön, dass Du mir geschrieben hast. (Und meinen Artikel gelesen hast 🙂 – Vielleicht sollte ich doch wieder beginnen zu schrieben – einfach nur für mich?), denn dadurch ist mir das gerade eingefallen… die Bedingungen haben sich geändert und dann ändern sich auch die freien Stunden und die Dinge, womit man sie verbringt. Und ganz vielleicht ist die Zeit auch einfach schneller geworden und eine Stunde ist gefühlt nur noch 45 Minuten lang 😉

Leave A Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.